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06. - 11.11.2009 Eine abenteuerliche Reise in den hohen Norden... und danach gleich nach Buxte...  
22.11.2009, Thomas:
Es begann am Freitag, den 06.11.09 gegen 16:00 Uhr in Leipzig. Nachdem wir (Heike, Mandy, Andreas, Klaus-Dieter und der Berichterstatter) den Bus mit allerlei Gepäck vollgestopft hatten (Trommeln, Verpflegung, Bettwäsche bzw. Schlafsack, Kiste Bier für Else und auch Holz für den Kamin im gemieteten Ferienhaus) ging es Richtung Zwenkau um unseren letzten Mitfahrer Micha einzusammeln. Auch sein Gepäck wurde in den Bus "getreten" und dann ging es ab in Richtung Puttgarten.
Dort mussten wir nicht lange auf eine Fähre warten, die Überfahrt war kurz und unspektakulär. Dann ging es durch Dänemark, über die Öresundbrücke (KDK hat sie leider verschlafen) nach Schweden. Bei Göteborg wurde getankt und einige von uns gönnten sich einen Kaffe, der so stark war, das sich bei mir bis zum Fahrende gegen 10:00 Uhr keine Müdigkeit bemerkbar machte. Es ging dann weiter nach Norwegen, an Oslo vorbei bis in den kleinen Wintersportort Trysil. Nachdem wir in einem Ort etwa 20 km vor unserem Ziel einen Norweger mit Snowboard an einer Bushaltestelle stehen sahen, war uns etwas mulmig und in Trysil lag dann auch tatsächlich eine geschlossene Schneedecke. Die Tankstelle, an der wir den Schlüssel für´s Ferienhaus bekommen sollten war schnell gefunden und mit einer Beschreibung ging es auf die Suche. Vor einer Schranke am Eingang der Ferienhaussiedlung begann das Rätselraten um die Überwindung des Hindernisses. Für den ganzen Vertrag war der Schlitz zu schmal und mit einer Kreditkarte wollten wir nicht jedes mal Eintritt bezahlen, aber dann schaute doch mal jemand in die Tüte mit dem Schlüssel und siehe da, an diesem hing eine Plastikkarte und damit ließ sich die Schranke öffnen. Nun merkten wir, das die Wege in der Siedlung aus festgefahrenem Schnee und somit sehr glatt waren. Dank unserer schweren Lasten schafften wir es mit dem Heckantrieb gerade so bis an "unser" Haus.
Das Haus war ein Traum und dank Elektroheizung schon angenehm warm. Wir luden unser Gepäck aus und ich wollte den Bus noch ordentlich einparken, denn wir standen noch sehr weit auf der Straße. Das ging aber nicht so gut, bzw. gar nicht, schon bei kleinsten Erhebungen drehten die Räder durch. Also alle wieder raus und als Ballast ins Auto (Andreas und Micha selbst in den Kofferraum auf die Bierkiste), aber es half nichts, wir kamen einfach nicht mehr bis in die Nähe des Hauses. Als wir nun ratlos dastanden hielt neben uns ein Auto (die Einheimischen haben entweder Allradantrieb oder Spikes in den Reifen) und ein netter Norweger mit sehr guten Deutschkenntnissen bot uns seine Hilfe an. Er fuhr mich und Andreas zur Tankstelle, wo wir uns Schneeketten kauften. Er wollte für seine Hilfe nichts haben, aber die angebotene Flasche Rotwein (die eigentlich für Else als Mitbringsel gedacht war) hat er dankend angenommen (er hatte bestimmt einen schönen Abend). Nach der Montage der Ketten fuhr unser Bus wieder jeden Berg hoch und runter und wir stellten ihn startbereit für den nächsten Tag ab.
In der Zwischenzeit hatte der Rest der Mitreisenden schon ein leckeres Mittagessen zubereitet (Nudeln und rote Soße) und das ließen wir uns nach all der Aufregung bei einem schönen Getränk (mit oder ohne Alkohol) schmecken.
Nachdem wir noch einen Spaziergang durch die verschneite Landschaft unternommen hatten, machten wir es uns im Haus beim Kaminfeuer gemütlich. Leider gab es nicht das erhoffte deutsche Fernsehen, aber davon ließen wir uns die Stimmung nicht verderben.
Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück auf die Reise nach Trondheim. Im "Navi" noch "schnellste Route" eingegeben und ab ging es. Als wir auf die Hauptstraße kamen wurden schnell die Schneeketten abgemacht und es ging weiter. Nach ein Paar Kilometern merkten wir, das es immer winterlicher wurde und die Straßen bestanden aus einer festgefahrenen Schneedecke ohne Winterdienst. Jede Begegnung mit einem entgegenkommenden Fahrzeug war ein Abenteuer (Ski und Rodel gut). So ging es ungefähr 150 km durch den norwegischen Winter, bis die Straßenverhältnisse wieder besser wurden.
Glücklich in Trondheim angekommen stärkten wir uns bei "Burger King", machten ein paar Fotos von der Stadt und begaben uns zur Halle. Kay übergab uns die Eintrittskarten, wir nahmen unsere Plätze (auf einem Sitz klebte ein A4 Blatt mit "Leipzig") ein und begannen so gut es ging zu "schmücken". Dann begrüßten uns die Spielerinnen und wollten wissen wie unsere Fahrt war. Beim Blick zu den "Heimfans" sahen wir keine einzige Trommel und bis auf einen älteren Fan mit einer großen Glocke auch keine anderen "Stimmungsmacher". Wir beschlossen deshalb, erst bei Anpfiff mit dem Trommeln zu beginnen.
Das Spiel begann und wir legten mit unseren eher bescheidenen Mitteln (6 Personen machen nicht Lärm für 50), aber trotzdem recht laut los. Beim Blick zu den anderen Zuschauern stellten wir fest, das alle zu uns schauten und es stand einigen das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Solchen Lärm hatten sie in Ihrer Halle sicher noch nicht erlebt. Einige rückten noch weiter von uns weg, aber das war nicht schlimm, es war sowieso noch genug Platz. Wie der Spielverlauf war, weiß jeder, der sich dafür interessiert, nur soviel, Byasen Trondheim ist nicht unschlagbar (das Rückspiel gewinnen wir!!!). Nach dem Spiel kam dann ein älterer Mann auf mich zu und fragte, ob ich überhaupt eine Genehmigung für die Trommel habe. Wahrscheinlich sind in Trondheim Trommeln ab einer bestimmten Größe waffenscheinpflichtig.
Nach dem Spiel machten wir uns auf den Weg zu unserem Ferienhaus, nahmen aber jetzt einen Umweg, um nicht wieder durch die verschneiten Berge fahren zu müssen.
Am nächsten Morgen wurde unser Bus wieder beladen und es ging Richtung Heimat, aber mit einem Zwischenstop in Oslo bei unserer "Ehrenspielführerin" Else. Über Nacht waren die Wege in Trysil etwas überfroren und deshalb war am ersten Hügel wieder Schluss mit lustig, die Ketten mussten noch mal aufgezogen werden. Auf der Hauptstraße wurde es dann besser und wir kamen gut voran. Nach unserem Besuch bei Else machten wir noch einen kleinen Stadtrundgang und erlebten vor dem Königspalast einen Wachaufzug. Dann ging es wieder über Schweden und Dänemark Richtung Fähre (KDK wurde vor der Öresundbrücke geweckt). Die Überfahrt war etwas stürmischer (man lief wie besoffen über die Fähre) als bei der Hinfahrt. Dann ging es mit einem Tankstop durch bis nach Leipzig, wo wir am zeitigen Morgen des 10.11.09 wieder gesund aber etwas müde ankamen.

Einen Tag später trafen wir uns (ein paar Reisende wurden ausgetauscht) gleich wieder und machten uns auf den Weg nach Buxtehude zum Punktspiel. Rast wurde an der selben "Tanke" wie am Vortag gemacht, nur das wir uns etwas mehr Zeit ließen. Wir kamen gut voran (die Strecke war ja auch nicht lang,ha,ha...) und waren rechtzeitig in der Halle. Dort wurden wir von Buxtefans mit Worten wie "ihr wollt doch nicht etwa die zwei Punkte mitnehmen" begrüßt. Im Spiel gab dann die Mannschaft eine deutliche Antwort und wir konnten frohgelaunt und mit den zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten. So endete eine ereignisreiche Woche und mittlerweile wissen wir, das Viborg mit einer ordentlichen Mannschaftsleistung ein Punkt abzutrotzen ist und in der Liga 10 Minuten gutes Spiel reichen, um den Tabellendritten zu besiegen und mit 20:00 Punkten nach 10 Spielen die Liga anzuführen.
++++ Super HCL! Unsere Handballerinas sind Deutscher Meister 2010! Herzlichen Glückwunsch, Mädels! ++++ Längst überfällig und nun endlich online - Neue alte Bilder von Heike und Thomas! ++++ Ein schöner Ausflug nach Norwegen zum CL-Spiel Larvik vs. HC Leipzig ++++
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